Serbien

Exporte regierungsnaher Waffenhändler in Spannungsgebiete sorgen für Ärger

Ob im Jemen oder auf dem Kaukasus: In Spannungsgebieten sind Billig-Granaten aus Serbiens staatlichen Waffenschmieden gefragt. Doch deren über regierungsnahe Waffenhändler abgewickelten Exporte sorgen nicht nur in Serbien, sondern auch auf dem internationalen Parkett für zunehmenden Ärger.

Auch im Grenzkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – hier eine durch Beschuss auf der armenischen Seite zerstörte Wohnung – kommen Waffen aus Serbien zum Einsatz

Auch im Grenzkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – hier eine durch Beschuss auf der armenischen Seite zerstörte Wohnung – kommen Waffen aus Serbien zum Einsatz Foto: AFP/Karen Minasyan

Ausgerechnet eine Granate aus der Waffenschmiede eines vermeintlichen Partnerstaats riss am 14. Juli im aserbaidschanischen Dorf Agdam den 75-jährigen Rentner Asis Asisow aus seinem Leben. „Armenien hat aserbaidschanische Positionen mit serbischen Granaten beschossen“, vermeldete aufgebracht das regierungsnahe Webportal „Haqqin.az“ und berichtete über „tiefe Enttäuschung“ in Baku: „Warum hat Serbien Armenien heimlich mit diesen Waffen beliefert? Hat Serbien die humanitären Hilfslieferungen Aserbaidschans und die Nichtanerkennung Kosovos schon vergessen?“

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