Leichte Entspannung in Südeuropa

Evakuierte kehren nach Bränden zurück

Leichte Entspannung nach den verheerenden Bränden in Südeuropa: Im Brandgebiet nahe Madrid konnten rund 24.000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren, wie Rettungsdienste am Mittwoch mitteilten.

Feuerwehrleute beraten sich in Lège-Cap-Ferret über ihr weiteres Vorgehen im Kampf gegen die Brände

Feuerwehrleute beraten sich in Lège-Cap-Ferret über ihr weiteres Vorgehen im Kampf gegen die Brände Foto: Philippe Lopez/AFP

Nach den Worten von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sind die kommenden zwölf Stunden „entscheidend“ bei der Brandbekämpfung. Auch in der französischen Gironde im Südwesten des Landes konnte die Lage nach Angaben der Präfektur „stabilisiert“ werden. Zugleich wird befürchtet, dass eine neue Hitzewelle die Brände in beiden Ländern wieder verschlimmern könnte.

Mehrere Tage nach einem Evakuierungsaufruf infolge der Feuer in Spanien könnten 24.000 Menschen nach Hause zurückkehren, teilte der Präfekt der Region Madrid, Francisco Martín Aguirre, in der Nacht zum Mittwoch im Onlinedienst X mit. Für 20.000 weitere Menschen gelten demnach vorerst keine Ausgangsbeschränkungen mehr, erklärte er.

Zuvor hatten die Behörden eine Aufhebung der Beschränkungen für 15 Orte in der dicht besiedelten Region westlich von Madrid und der Nachbarregion Avila angekündigt. Den Behörden zufolge gab es in der Nacht kein erneutes Aufflammen der Brände. Auch in der Waldbrandregion Valencia im Osten Spaniens wurden Beschränkungen aufgehoben.

Verbrannte Fläche nicht vergrößert

Derweil kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen das schlimmste Feuer in der jüngeren Geschichte der Region. Die Feuerwehr setzte ihre Bemühungen „zur Konsolidierung der am Dienstag erzielten Fortschritte“ fort, wie sie im Onlinedienst X mitteilte. In der Nacht sei der Brand bei vorteilhaften Wetterbedingungen nicht weiter angefacht worden. Allerdings soll laut dem nationalen Wetterdienst Aemet die Hitzewelle bis Sonntag anhalten und ein „extremes“ Brandrisiko mit sich bringen.

Derweil ist der Großbrand im südwestfranzösischen Département Gironde „weiter unter Kontrolle“. Die Nacht zum Mittwoch sei „ruhig“ gewesen, teilte die zuständige Präfektur mit. An einigen Stellen seien Feuer wieder aufgeflammt, doch sie seien schnell gelöscht worden. Die verbrannte Fläche habe sich nicht vergrößert.

Am Dienstagabend konnten in der Gironde 57.000 Bewohner von drei bei Bordeaux gelegenen Orten nach einem Evakuierungsaufruf in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Seit Beginn des Großbrandes vor einer Woche waren in der Region mehr als 220.000 Menschen dazu aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Auch im Südosten Frankreichs wurden Brände gemeldet, etwa auf der Mittelmeerinsel Korsika, im Département Hautes-Alpes und im Département Var, wo das Feuer am Dienstag aber für gelöscht erklärt wurde.

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