Privacy Shield

Europäischer Gerichtshof kippt wichtiges Datenschutzabkommen mit den USA

Knapp fünf Jahre nach dem Aus für ein EU-Datenschutzabkommen mit den USA hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) auch das Nachfolgeabkommen gekippt. Der EuGH erklärte gestern den „Privacy Shield“-Beschluss der EU zur Übermittlung personenbezogener Daten in die USA für ungültig.

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg kippte gestern zum wiederholten Mal ein Datenschutzabkommen mit den USA

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg kippte gestern zum wiederholten Mal ein Datenschutzabkommen mit den USA Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Die USA reagierten enttäuscht auf die Entscheidung, während Datenschützer sie als Erfolg werteten. Auslöser für das Urteil war ein Rechtsstreit um den Transfer von Facebook-Daten aus der EU in die USA. Im Oktober 2015 hatte der Gerichtshof das „Safe Harbor“-Abkommen gekippt, das eine Grundlage für die Datenweitergabe in die USA bildete. Nach EU-Recht dürfen personenbezogene Daten nur dann an Drittländer weitergegeben werden, wenn sie dort „angemessen“ geschützt sind. Die EU-Kommission hatte im Juni 2000 entschieden, dass dies in den USA gewährleistet sei und das Land als „sicheren Hafen“ (safe harbor) eingestuft.

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