NATO-Gipfel
Europa rüstet auf: Mark Rutte will eine „Revolution in der Verteidigungsindustrie“
Beim NATO-Gipfeltreffen in Ankara sind die europäischen Verbündeten darum bemüht, ihr Engagement für die eigene Sicherheit und Verteidigung unter Beweis zu stellen, vor allem auch, um US-Präsident Donald Trump zufriedenzustellen. Doch der wütet dennoch gegen die Alliierten. Luxemburg wiederum schließt sich neuen NATO-Projekten an.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan holte den US-Präsidenten Donald Trump persönlich am Flughafen ab – und bereitete ihm anschließend einen pompösen Empfang Foto: Saul Loeb/AFP
Eigentlich sollten die Verbündeten bei ihrem Spitzentreffen in der türkischen Hauptstadt ihre Einigkeit demonstrieren. Doch Trump scherte wieder aus und beschwerte sich bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der den US-Präsidenten zuvor mit viel Pomp empfangen hatte, über die europäischen Verbündeten. Die hätten ihn im Iran-Krieg im Stich gelassen, darüber sei er „sehr enttäuscht“, beklagte er sich abermals. Einige europäische Staaten wie Spanien und Italien weigerten sich etwa, Überflugrechte für US‑Flugzeuge, die im Iran-Krieg im Einsatz waren, zu gewähren. Überhaupt hielten sich die Europäer zurück und wollten nicht den Eindruck vermitteln, dass sie in irgendeiner Weise den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran unterstützten. Lediglich Frankreich, Großbritannien und Deutschland boten an, in der Meerenge von Hormus den Schiffsverkehr zu sichern, wenn der Iran dem zustimmt. Dazu kam es jedoch bisher nicht.