Nach Fall von Aleppo

Es wird eng für den syrischen Machthaber Assad

Der Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad wächst: Seine Armee wurde von islamistischen Kämpfern überrannt, die ausländischen Verbündeten haben andere Prioritäten und die Wirtschaft liegt am Boden. Der schnelle Fall von Aleppo habe Assads Legitimität erschüttert und seine Gegner ermutigt, urteilen Analysten einhellig. Gerüchte über einen möglichen Putsch beschädigen das Image des Machthabers weiter.

Islamistische Kämpfer ziehen in die strategisch wichtige Stadt Hama ein

Islamistische Kämpfer ziehen in die strategisch wichtige Stadt Hama ein Foto: Bakr Alkasem/AFP

Für die islamistischen Milizen war es offenbar ein Leichtes, Aleppo, das Handelszentrum des Landes, einzunehmen. Sie versetzten dem Staatschef damit einen schweren Schlag. „Assads Regime kämpfte von 2012 bis 2016 erbittert um die Rückeroberung der Hälfte der Stadt. Sie so schnell zu verlieren ist daher eine demütigende Niederlage und verdeutlicht die Fragilität des Regimes“, sagt Charles Lister von der Denkfabrik Middle East Institute in Washington.

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