Reportage

Eine Reise in den Ural in einem Russland vor den Wahlen

Russland wählt in diesen Tagen sein Parlament. In Tscheljabinsk, der Schwermetall-Industriestadt im Südural, kämpfen manche für ordentliche Bürgersteige, sauberes Wasser, den Einzug in die Duma. Die Menschen gehen beharrlich dagegen an, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird. Im wirklichen wie im politischen Sinne.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow ruft in einer Straße von Tscheljabinsk zur Wahl auf: „Wir sind ein einiges Russland.“

Russlands Außenminister Sergej Lawrow ruft in einer Straße von Tscheljabinsk zur Wahl auf: „Wir sind ein einiges Russland.“ Foto: Inna Hartwich

In einem kurzen Moment strahlt sie gelöst. „Hach“, sagt sie in die Abendsonne hinein, „da bin ja ich“. Auf einem Plakat am Straßenrand blickt eine Frau mit dunklen Haaren, hellen Ohrsteckern und einem rosafarbenen Blazer in die Landschaft. „Wachtina Jelena, Wahlkreis 189, Nummer 2 auf dem Wahlzettel“, steht darauf. Es ist ein seltener Anblick im Wahlplakate-Dickicht in Tscheljabinsk, dieser Millionenmetropole knapp 1.500 Kilometer östlich von Moskau. Einer Stadt, die in Russland für ihre Schwerindustrie bekannt ist und in der Welt für den Meteoriten, der vor acht Jahren in einen See in der Nähe stürzte.

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