Belgien
Ein iranischer Diplomat übergab 2018 in Luxemburg eine Bombe – durch neues Gesetz könnte er bald freikommen
Der iranische Diplomat, der 2018 eine Bombe in Luxemburg weitergab, die Dutzende Exil-Iraner in Frankreich töten sollte, könnte frühzeitig aus seiner Haft in Belgien entlassen werden. Ein neues Gesetz in Belgien könnte dies möglich machen. Doch es gibt Widerstand.
Proteste beim Prozess gegen Assadi in Antwerpen 2021 – der wegen Terrorplänen verurteilte iranische Diplomat könnte bald freikommen Foto: AFP/Dirk Waem
Der Fall hatte auch in Luxemburg für Aufregung gesorgt. Ein iranischer Diplomat hatte einen Anschlag auf ein großes Treffen der iranischen Exil-Opposition in Frankreich geplant. Die Bombe und den Zünder dafür hatte Assadollah Assadi im Juli 2018 in Luxemburg-Stadt in einem „Alima“-Supermarkt an ein iranisches Paar aus Belgien übergeben. Auf seiner Rückreise nach Österreich, wo er in Wien an der iranischen Botschaft arbeitete, wurde Assadi an der Grenze verhaftet. Im Wagen fanden die österreichischen Polizisten ein Notizbuch Assadis mit den detaillierten Anschlagsplänen.