Deutscher Schauspieler

Ehemaliger „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe gestorben

In seiner Rolle als Mario Kopper prägte der Schauspieler mehr als 20 Jahre den „Tatort“. Nun ist er mit 66 Jahren gestorben.

Andreas Hoppe bei der 69. Frankfurter Buchmesse

Andreas Hoppe bei der 69. Frankfurter Buchmesse Foto: Uwe Zucchi/dpa

Als langjähriger „Tatort“-Kommissar Mario Kopper aus Ludwigshafen wurde er bekannt: Der Schauspieler Andreas Hoppe ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Wie die Agentur Engelspost unter Berufung auf Hoppes Familie mitteilte, starb er bereits am 17. August unerwartet. Der Schauspieler lebte in Berlin.

Nach Angaben des SWR spielte Hoppe von 1996 bis 2018 den „Kopper“ an der Seite von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal. Insgesamt war er demnach in 57 Folgen der Krimireihe zu sehen.

Mehr als 20 Jahre beim Tatort dabei

Kommissar Kopper hatte italienische Wurzeln, er kochte gerne und brachte einen gemütlichen Aspekt in die Krimiserie. Die Kommissare lebten zuletzt in einer Wohngemeinschaft. Der Titel von Hoppes Auftakt an der Seite von Folkerts lautete „Der kalte Tod“.

Mehr als 20 Jahre lang war der am 1. Juni 1960 in Berlin geborene Hoppe anschließend dabei. Er sei nahbar und glaubwürdig gewesen, immer mit dem Herz am rechten Fleck, erklärte SWR-Intendant Kai Gniffke. Hoppe habe den „Tatort“ bereichert und geprägt. „Wir sind bestürzt, dass dieser großartige Schauspieler und Künstler so früh von uns gegangen ist“, wird Gniffke in einer Mitteilung zitiert.

„Tatort“ als Ritterschlag

Das Engagement beim „Tatort“ sei für ihn ein Ritterschlag gewesen, hatte Hoppe einst berichtet. Doch schließlich sei die Figur vom Sender nicht mehr gewollt oder gefördert worden. In der Zeit unmittelbar anschließend stand der hochgewachsene Schauspieler für das ZDF sowie für RTL und Sat.1 vor der Kamera.

Hoppe spielte zudem unter anderem im Film „Esperanza“ (2006) und in der Miniserie „Die Triffids - Pflanzen des Schreckens“ (2009). Auch hatte er Auftritte in den Fernsehserien „Das Traumschiff“ und „Rosamunde Pilcher“. Weit vorher, in den 90er Jahren, hatte Hoppe zu den Ensembles mehrerer Theater in Berlin gehört.

Liebe zu gutem Essen in Film und in Realität

Nicht nur der Filmfigur „Kopper“ waren gutes Essen und Ernährung wichtig. Hoppe verfasste ein Sizilien-Kochbuch, eine Genussreise zu den bekannten Orten der Insel. 2009 erschien das Buch „Allein unter Gurken“, in dem er die Ernährung mit regionalen Lebensmitteln thematisiert.

Auch für Umwelt und Natur engagierte sich der Schauspieler: Im autobiografischen Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ (2019) geht es um die Frage, wie ein Miteinander der Tiere und der Menschen aussehen könnte.

Der SWR wiederholt an diesem Mittwochabend um 22.00 Uhr zum Gedenken an Hoppe die letzte „Tatort“-Folge, für die er vor der Kamera stand. Ihr Titel lautete nur „Kopper“.

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