Drohender Lieferstopp
EU-Staaten einigen sich auf Gas-Notfallplan: Luxemburger Gasverbrauch um acht bis neun Prozent zurückgegangen
Die EU-Staaten haben sich auf das von der EU-Kommission vor rund einer Woche vorgeschlagene Gas-Sparziel geeinigt. Der Notfallplan der Kommission, mit dem die EU-Staaten auf einen russischen Gas-Lieferstopp reagieren wollen, wurde nach einigen Änderungen angenommen.
Luxemburgs Energieminister Claude Turmes (M.) mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission Frans Timmermans (l.) und dem dänischen Klima- und Energieminister Dan Jorgensen Foto: Europäische Union
Angesicht des Umstandes, dass die Kremlführung in Moskau Gas zunehmend als Druckmittel einsetzt und seine Lieferungen an die EU-Staaten zunehmend reduziert, haben sich diese am Dienstag auf einen Notfallplan geeinigt. Allerdings kam die Einigung nur aufgrund verschiedener Ausnahmeregelungen gegenüber dem ursprünglichen Kommissionsvorschlag zustande. „Heute senden wir ein starkes Signal nicht nur an Wladimir Putin, (…) sondern, noch wichtiger, an unsere Bürger“, zeigte sich der amtierende EU-Ratsvorsitzende und tschechische Industrieminister Jozef Sikela mit der Einigung zufrieden.