Europawahlen

EU-Personalpoker noch ohne Gewinner: Der Meloni-Faktor erreicht das europäische Parkett

Die Besetzung der EU-Spitzenposten schien vor dem informellen Dinner der Staats- und Regierungschefs geklärt und nur eine Angelegenheit von wenigen Stunden. Warum der Gipfel dann doch ergebnislos abgebrochen wurde.

Böse Blicke beim EU-Gipfel von Italiens Premierministerin Giorgia Meloni 

Böse Blicke beim EU-Gipfel von Italiens Premierministerin Giorgia Meloni  Foto: AFP

„Schnell und zügig“ will der Kanzler am Montagabend in Brüssel das neue EU-Spitzenpersonal geklärt haben. Die Zuversicht nimmt Olaf Scholz aus den Vorbesprechungen mit EU-Amtskollegen am Rande des G7-Gipfels in Italien und der Friedenskonferenz in der Schweiz. Doch „schnell und zügig“ ist in EU-Dimensionen ein dehnbarer Begriff. 18.30 Uhr Start des Dinners, 21 Uhr Anpfiff des Frankreich-Spiels. Erste Annahme: 90 Minuten. Doch um fünf vor zwölf, als die Runde der Staats- und Regierungschefs die Einigungsversuche ergebnislos abbricht, sind daraus zehn Tage geworden. Mindestens.

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