Affäre

EU-Parlamentarier geeint gegen Korruption

Die Affäre um die Korruptionsvorwürfe gegen die Vizepräsidentin ihres Hauses, Eva Kaili, beschäftigte gestern weiterhin die Abgeordneten im Europäischen Parlament (EP). In einer ersten Debatte nahmen sie Stellung zu dem Fall.

Die Konferenz der Präsidenten im EU-Parlament schlug gestern dem Plenum vor, Eva Kaili das Amt der EP-Vizepräsidentin zu entziehen

Die Konferenz der Präsidenten im EU-Parlament schlug gestern dem Plenum vor, Eva Kaili das Amt der EP-Vizepräsidentin zu entziehen Foto: Frederick Florin/AFP

Zuvor wurde die griechische Sozialdemokratin Eva Kaili, die derzeit in Belgien in Untersuchungshaft sitzt, ihres Amtes als eine der 14 Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten des EP enthoben. 625 stimmten dafür, bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Daneben wird eine Resolution zu dem Korruptionsverdacht und den eventuellen Implikationen Katars ausgearbeitet, die am Donnerstag zur Abstimmung vorgelegt wird. Zudem soll ein Untersuchungsausschuss eingerichtet werden, der sich mit dem Fall befassen soll. Vorerst aber überwiegt bei den Abgeordneten im EP die Empörung, die versichern, dass nun alles getan werden müsse, um den Fall aufzuklären und das Vertrauen in die Institution wieder herzustellen. Die Parlamentarier sind quasi zu 100 Prozent darin geeint, gegen Korruption vorzugehen, wie das obige Abstimmungsverhalten zeigt.

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