Belgien

EU-Krisenkommissarin: Brand im Hohen Venn „offensichtlich“ menschlichen Ursprungs

Der Waldbrand im Hohen Venn ist laut EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib menschlichen Ursprungs. Rund 3000 Hektar Vegetation wurden zerstört, auch Monschau war betroffen.

Das Feuer im Hohen Venn brach am 14. August aus und hat Tausende Hektar erfasst

Das Feuer im Hohen Venn brach am 14. August aus und hat Tausende Hektar erfasst Foto: Julien Warnand/Belga/dpa

Die EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib hat bei einem Besuch des Waldbrandgebiets im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn eine natürliche Ursache für das Feuer ausgeschlossen. Der Brand im Osten des Landes sei „ganz offensichtlich zu 100 Prozent menschlichen Ursprungs“, sagte Lahbib am Dienstag nach Gesprächen mit Brandexperten vor Ort. Sobald geklärt sei, was genau das Feuer ausgelöst habe, müssten die Lehren daraus gezogen werden, fügte die Kommissarin hinzu.

3000 Hektar vernichtet

Lahbib sprach vor Journalisten von „vermutlich unabsichtlichem, unbewusstem“ menschlichen Verhalten, das zu dem verheerenden Brand geführt habe.

Belgien hatte am 15. August wegen des Brands in dem von Torfmooren geprägten Naturschutzgebiet den Zivilschutzmechanismus der EU ausgelöst. Das Feuer vernichtete innerhalb weniger Tage rund 3000 Hektar Vegetation. Es handelt sich um den größten Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden gekommen war. Das Feuer ist inzwischen weitgehend gelöscht, allerdings flammen immer wieder Brandherde auf.

Evakuierungen in Monschau

Die EU-Krisenkommissarin machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Brandfolgen, besuchte das Krisenkoordinationszentrum und sprach mit Einsatzkräften und freiwilligen Helfern. Im Anschluss reiste sie über die Grenze in den Eifelort Monschau, wo sie unter anderem die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) treffen sollte. In Monschau mussten wegen des Brands zwischenzeitlich zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren