Lage der Union
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gibt sich kämpferisch
Nach den vergangenen Wochen und Monaten, in denen die Europäische Union vor allem abseits der außenpolitischen Bühne stand und sich Trumps handelspolitischen Anrempelungen beugte, wurde mit Spannung die Rede der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Union erwartet. Sie ging ihre Aufgabe erst einmal kämpferisch an.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen machte klare Aussagen zum Krieg Israels im Gazastreifen Foto: Sébastien Bozon/AFP
„Europa steht im Kampf“, leitete die EU-Kommissionspräsidentin ihre Rede ein und beschrieb eine Welt, in der große Mächte Europa „entweder ambivalent oder offen feindselig“ gegenüberstehen, in der Kämpfe um eine neue Weltordnung geführt werden, „imperiale Ambitionen und imperiale Kriege“ stattfinden. „Eine Welt, in der Abhängigkeiten rücksichtslos als Waffe eingesetzt werden“, so Ursula von der Leyen weiter, die dazu aufrief, dass daraus ein „neues Europa“ hervorgehen müsse. Europa müsse unabhängig werden und seine Freiheit und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen, was nur durch Einigkeit gelingen könne, so die Kommissionspräsidentin.