Ukraine-Krieg
EU-Kommission will Moskau zu Reparationszahlungen zwingen
Nach Beginn des Ukraine-Kriegs haben die EU-Staaten russische Vermögenswerte in Milliardenhöhe eingefroren. Die EU-Kommission schlägt nun vor, wie die Gelder dem Land zugute kommen sollen – bleibt damit aber hinter ukrainischen Forderungen zurück.
Der Zerstörungswille der russischen Invasionstruppen in der Ukraine ist enorm: Neben einem Großteil der zivilen Infrastruktur wurden unter anderem auch Zigtausende Wohnhäuser in der Ukraine, wie hier in Saporischschja, willkürlich zerstört Foto: Ukrinform/dpa
Die EU-Kommission will eingefrorenes Vermögen der russischen Zentralbank nutzen, um Russland nach einem möglichen Ende des Kriegs gegen die Ukraine zu Reparationszahlungen zu zwingen. Wie Beamte am Mittwoch erklärten, könnte die Wiederfreigabe der Mittel an ein Friedensabkommen geknüpft werden, das auch russische Entschädigungen umfasst. Im Zuge der gegen Russland verhängten Sanktionen wurden demzufolge bereits etwa 300 Milliarden Euro an Zentralbank-Reserven blockiert. Moskau kündigte Vergeltung an, sollte in der EU Eigentum des russischen Staates oder russischer Bürger konfisziert werden.