33 Kilometer vor Luxemburg

Drohnen über belgischer Militärbasis Elsenborn gesichtet

Drohnen unbekannter Herkunft haben das belgische Militärlager Elsenborn überflogen – ganz in der Nähe Luxemburgs. 

Eine Panzerhaubitze des belgischen Heeres auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn

Eine Panzerhaubitze des belgischen Heeres auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn Foto: Wikipedia/CC0

Drohnen sind über das Militärtrainingslager Elsenborn im Osten Belgiens nahe der deutschen und rund 30 Kilometer von der Luxemburger Grenze entfernt geflogen. Das teilte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken am Freitag mit, betonte jedoch, dass er weder ihre Anzahl noch ihre Herkunft kenne.

„Sicher ist, dass mehrere Drohnen von der örtlichen Polizei sowohl auf belgischer als auch auf deutscher Seite entdeckt wurden“, erklärte der Minister gegenüber dem Fernsehsender RTBF und fügte hinzu, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei.

Die Drohnen flogen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über das Militärlager Elsenborn im belgisch-deutschen Grenzgebiet nördlich von Luxemburg. „Wir überprüfen, was passiert ist, aber zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine weiteren Details vor“, erklärte eine Sprecherin des belgischen Verteidigungsministers gegenüber AFP.

Deutsche Polizei warnte Armeebasis

Der öffentlich-rechtliche belgische Fernsehsender BRF hatte zuvor berichtet, dass die deutsche Polizei den Wachdienst in Elsenborn in der Nacht gewarnt habe. Demnach meldeten die Deutschen um 1.20 Uhr in der Nacht, dass 15 Drohnen in der Region unterwegs seien. Laut BRF habe der Wachdienst der Militärbasis selbst vier Drohnensichtungen bestätigt. 

Der Drohnenflug folgt auf mehrere Vorfälle, bei denen russische Drohnen in den europäischen Luftraum eindrangen, sowie auf den Flug mysteriöser Drohnen über Dänemark Ende September, kurz vor zwei Gipfeltreffen europäischer Staats- und Regierungschefs. Am Münchner Flughafen war der Betrieb am Donnerstagabend erst eingeschränkt und dann eingestellt worden, weil Drohnen im Umfeld und über dem Flughafen gesichtet worden waren.  (sen/AFP)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren