Meinung

Die SPD und die Kanzlerkandidatur: Der umstrittene Favorit

Nicht nur die Union hat ihre liebe Not mit der K-Frage. Auch in der SPD gärt das Thema, wer die Partei als Kanzlerkandidat in die nächste Bundestagswahl führen soll und wie das Ganze ins Werk gesetzt werden kann. Wobei im Gegensatz zur Union wenigstens der Kreis der dafür in Frage kommenden Personen aktuell recht übersichtlich ist. Doch auch das macht die Angelegenheit nicht unbedingt einfacher.

Scholz soll zwar nicht als Obergenosse taugen, wohl aber als Merkel-Nachfolger in der Berliner Regierungszentrale – darauf muss man auch erst mal kommen

Scholz soll zwar nicht als Obergenosse taugen, wohl aber als Merkel-Nachfolger in der Berliner Regierungszentrale – darauf muss man auch erst mal kommen Foto: dpa/Michael Kappeler

Ginge alles seinen logischen Gang, dann müssten die amtierenden Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans die Sache unter sich ausmachen. Schließlich konnten sie sich nach einem aufwändigen Findungsverfahren im vergangenen Jahr für die Spitzenposten durchsetzen. Bereits vor einigen Monaten hatten beide jedoch scheinbar großherzig ihren Verzicht erklärt. Ein Fingerzeig darauf, dass auch eine Mitgliederbefragung kein Garant für weise Entscheidungen ist.

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