Deutschland

Die FDP, ein Geisterschiff noch ohne Kapitän

Die FDP gliche einem Geisterschiff, wäre da nicht einer, der an Deck geblieben ist und nach dem Ruder greift: An der Kandidatur des bisherigen Fraktionschefs Christian Dürr für den Parteivorsitz gibt es bisher wenig Kritik.

Christian Dürr, ehemaliger FDP-Fraktionsvorsitzender, will Parteivorsitzender werden

Christian Dürr, ehemaliger FDP-Fraktionsvorsitzender, will Parteivorsitzender werden Foto: dpa/Michael Kappeler

Um die FDP ist es still geworden seit dem desaströsen Wahlabend am 23. Februar. Die Partei war auf 4,3 Prozent abgestürzt, an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert – und Christian Lindner, über elf Jahre die nach außen unbestrittene Führungsfigur, erklärte noch am selben Abend seinen Rückzug aus der Politik. Nur einmal noch zeigte sich der ehemalige Bundesfinanzminister im Bundestag bei der Debatte zum Mega-Schuldenpaket von Union und SPD, danach war Schluss. Die 90 Abgeordneten packten ihre Sachen, bis zur Konstituierung des neuen Bundestags am 25. März mussten ihre Büros frei sein für neue Mandatsträger anderer Parteien.

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