Brüssel
Deutschland will EU-Empfehlung für vierte Corona-Impfung – Luxemburg sieht zurzeit keine Notwendigkeit
Deutschland will eine europaweite Empfehlung zur zweiten Booster-Impfung für alle über 60-Jährigen. Luxemburg ist zurzeit noch skeptisch. In Brüssel trafen sich die EU-Gesundheitsminister vor allem, um die Hilfe für verletzte und kranke Ukrainer zu verbessern.
Aus der Ukraine geflüchtete Menschen können sich in Berlin in der Botschaft ihres Landes impfen lassen Foto: AFP/John MacDougall
Für vier Millionen Ukrainer sind die akuten Todesgefahren vorerst vorbei. Sie haben in den EU-Staaten eine sichere Aufnahme gefunden – aber noch keine Ruhe. Vor allem die Kinder nicht, die fast die Hälfte aller Flüchtlinge ausmachen. Bei einem Treffen in Brüssel berichteten die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedstaaten von vielen schwer traumatisierten Mädchen und Jungen, die von den Bildern und Erlebnissen des Krieges überfordert seien. „Sie haben ein furchtbares Trauma erlitten“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Was die Flüchtlinge berichteten, sei herzzerreißend.