Peru
Der linke Kandidat Hitler Mussolini wird Bürgermeister in einem Andendorf
Ein Mann namens Hitler Mussolini ist neuer Bürgermeister eines kleinen Andenbezirks in Peru. In dem Land ist er nicht der erste gewählte Hitler.
Ohne die charakteristische Gesichtsbehaarung fast nicht wiederzuerkennen: Hitler Mussolini Foto: Voto Informado JNE
Ein Mann namens Hitler Mussolini Simeón Flores hat im peruanischen Andenbezirk Queropalca die Kommunalwahl gewonnen. Das berichtet Euronews. Der 45-Jährige trat für die Mitte-links-Partei Ahora Nación an. Er erhielt 229 Stimmen, das sind 34,5 Prozent.
Sein stärkster Gegner von der rechten Partei Renovación Popular kam auf 204 Stimmen. Der Vorsprung betrug damit 25 Stimmen. Queropalca liegt im Departamento Huánuco nördlich von Lima und hat etwas mehr als 730 Einwohner. Simeón Flores leitet laut Euronews außerdem eine Investmentfirma in der Region.
Er ist nicht der erste Politiker dieses Namens in Peru. Hitler Alba von der Partei Somos Perú war von 2011 bis 2014 Bürgermeister der Kleinstadt Yungar und wurde 2018 erneut gewählt. Er nannte sich selbst „der gute Hitler“ und warb mit dem Slogan „Hitler kehrt zurück“. Sein Vater habe nicht gewusst, wofür der Name stehe, sagte er damals. Der Chirurg Hitler Saavedra saß von 2021 bis zu seinem Tod 2024 im peruanischen Kongress.
In Peru sind solche Vornamen erlaubt. Im Ausland sorgen sie regelmäßig für Schlagzeilen. (hat)