Hilfe für Entwicklungsländer
Der falsche Weg für die vergünstigten Kredite der Weltbank
Pandemiebedingte Gesundheitskrisen, zusammenbrechende Exporte, steigende globale Lebensmittelpreise, wirtschaftliche Zusammenbrüche – die Weltbank schätzt, dass 2021 in den Entwicklungsländern 97 Millionen zusätzliche Menschen unter extremer Armut leiden werden. Leider besteht die Gefahr, dass Hilfsmittel teilweise dazu verwendet werden, Akteure des Privatsektors zu bedienen, statt den Staaten zu ermöglichen, arme Menschen direkt zu unterstützen.
Das Logo der Weltbank Foto: dpa-Archiv/Rainer Jensen
Die Internationale Entwicklungsorganisation (International Development Association, IDA) ist der Teil der Weltbank, dessen Aufgabe es ist, den ärmsten Ländern der Welt zu helfen. Ihre ausdrückliche Mission besteht darin, „die Armut zu verringern, indem sie Nullzins- oder Niedrigzinskredite und Zuwendungen für Programme vergibt, die das Wirtschaftswachstum fördern, die Ungleichheit verringern und die Lebensbedingungen der Menschen verbessern“. Die IDA stellt etwa ein Viertel ihrer Mittel in Form von Fördergeldern und den Rest als vergünstigte Kredite bereit, die über 30-40 Jahre zurückgezahlt werden können – einschließlich einer Pufferzeit von bis zu zehn Jahren.