Vor Gran Canaria
Der Tod eines Flüchtlingskindes bewegt Spanien
„Unbekannter Immigrant – Ruhe in Frieden“, steht auf immer mehr Grabtafeln auf den Friedhöfen der Kanarischen Inseln. In den dazugehörigen Gräbern liegen die sterblichen Überreste von Bootsflüchtlingen, die den gefährlichen Seeweg von Westafrika zu den Kanaren nicht überlebten und nur noch tot geborgen werden können.
Migranten kommen mit einem Boot des spanischen Seerettungsdienstes am Hafen El Hierro an Foto: Europa Press Canarias/EUROPA PRESS/dpa
Viele dieser Opfer können nicht identifiziert werden. Weil sie keine Papiere bei sich tragen oder diese auf ihrer Odyssee Richtung Europa verloren haben. Hunderte solcher anonymen Gräber gibt es inzwischen auf den Friedhöfen Gran Canarias, Teneriffas, Fuerteventuras oder auf El Hierro. El Hierro ist die kleinste Kanareninsel, auf der momentan die meisten afrikanischen Migranten landen.