Klimawandel

Das Wasser wird knapp: Wie Klimawandel und steigender Verbrauch die Krise verschärfen

Wasser ist eine Grundvoraussetzung für das Leben. Mit den Hitzewellen sind zunehmende Dürreperioden, austrocknende Gewässer und sinkende Grundwasserspiegel verbunden. Nach dem jüngsten Bericht des Institute for Water, Environment and Health der United Nations University (UNU-INWEH) geht es nicht mehr nur um eine Wasserknappheit oder Wasserkrise, sondern um einen „globalen Wasserbankrott“.

Ausgetrocknete Landschaft in den USA zeigt Folgen von Wassermangel und Dürre für Umwelt und Landwirtschaft

Folgen des Wassermangels in den USA Foto: USCDCP / Pixnio

Einen Wassernotstand gibt es in Luxemburg zurzeit nicht. In Deutschland hingegen haben einige Landkreise diesen schon ausgerufen, etwa in der Region Hannover und in weiter östlich gelegenen Landesteilen. Auch in Baden-Württemberg und Bayern wurde die Wasserentnahme eingeschränkt und wird zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. In Frankreich sind mehrere Orte im Umland von Paris betroffen. Im Département Val d‘Oise etwa ist der Wasserverbrauch aufgrund der Hitze um 30 Prozent gestiegen. Schon in früheren Hitzeperioden war es in Frankreich zu Wasserknappheit gekommen – jedoch vor allem im Süden des Landes und im Hochsommer.

Global zeigen Rekorddürren und Ernteausfälle, wie weitreichend und lebensbedrohlich die Folgen des Wassermangels sein können. So haben Dürren und andere Klimaveränderungen in einigen Regionen wie im Nahen Osten oder in der Sahelzone bestehende Konflikte angeheizt. „Weltweit öffnet sich die Schere zwischen Wasserangebot und -nachfrage“, stellt Tobias von Lossow fest, der an der Clingendael Sustainable Research Unit in Den Haag forscht und bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) publiziert. Die Nachfrage ist zum einen wegen des Bevölkerungswachstums gestiegen: Mehr Menschen brauchen mehr Wasser. Neben dem alltäglichen Bedarf für Trinken, Kochen und Waschen ist auch jener für Landwirtschaft und Wasserkraft gestiegen.

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