Irak
„Das Überleben des Staates steht auf dem Spiel“: Sadr-Anhänger stürmen Palast der Republik
Mindestens ein Dutzend Tote und knapp 300 Verletzte lautet die Bilanz im Irak, nachdem Anhänger eines Schiitenführers den Palast der Republik in Bagdad gestürmt hatten. Am Abend weiteten die Proteste sich auf andere Landesteile aus.
Abkühlung nach dem Palast-Sturm: Sadr-Anhänger feiern im Pool im Garten des Gebäudes Foto: AFP/Ahmad Al-Rubaye
Bei Protesten wütender Anhänger des einflussreichen Schiitenführers Moktada Sadr im Irak sind mindestens zwölf Menschen getötet und 270 weitere verletzt worden. Aufgebrachte Sadr-Anhänger stürmten am Montag den Palast der Republik, wo sie irakische Flaggen schwenkten, Selfies machten, sich in den Armsesseln eines Sitzungsraums niederließen oder bei einem Bad im Pool im Garten des Gebäudes abkühlten. Im Palast der Republik tagt sonst das Kabinett. Der Geistliche hatte zuvor überraschend auf Twitter seinen „endgültigen“ Rückzug aus der Politik verkündet. „Ich habe beschlossen, mich nicht in politische Angelegenheiten einzumischen, deshalb kündige ich jetzt meinen endgültigen Rückzug an“, schrieb Sadr im Onlinedienst.