Sterbehilfe-Drama in Spanien
Das Schicksal Noelias entfacht eine Debatte über Selbstbestimmung und Mitsprache der Familie
Der Fall einer 25-jährigen Frau aus Barcelona hat in Spanien eine breite Debatte über Sterbehilfe und Selbstbestimmung ausgelöst. Nach juristischer Zustimmung erhielt sie eine tödliche Injektion in einem Krankenhaus. Ihr Tod folgt einem langjährigen Streit zwischen Familie, Gerichten und Unterstützern.
Die 25-jährige Noelia aus Spanien – hier im Interview mit dem Fernsehsender Antena 3 kurz vor ihrem Tod – wünschte sich eine aktive Sterbehilfe. Ihr Fall hat eine gesellschaftliche Debatte entfacht. Fotos: Freepik/rawpixels.com, Screenshot Antena 3
In Spanien sorgt der Fall einer 25-jährigen Frau aus Barcelona für große Aufmerksamkeit und eine intensive gesellschaftliche Debatte über Sterbehilfe und Selbstbestimmung. Die junge Frau namens Noelia kündigte vor wenigen Tagen in einem Interview öffentlich an, dass sie aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen werde – also eine ärztlich durchgeführte Lebensbeendigung –, nachdem eine medizinische Kommission und die Justiz zugestimmt haben.
Nun ist sie tot. Noelia erhielt (am Donnerstagabend) in einem Krankenhaus in Barcelona eine tödliche Spritze, wie das Gesundheitsministerium der Region Katalonien im Nordosten Spaniens mitteilte. Ihr Vater hatte bis zuletzt vergeblich versucht, mithilfe der Gerichte den Sterbehilfe-Akt zu stoppen.