Bosnien und Herzegowina

Das Land braucht weiterhin eine Art Schiedsrichter

Seit fünf Jahren agiert Christian Schmidt, der scheidende Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, als eine Art Schiedsrichter im Vielvölkerstaat. Vor seinem Abschied erläutert er im Gespräch mit dem Tageblatt, warum er sein Amt vorläufig weiter für nötig hält.

Portraitfoto von Christian Schmidt, professioneller Mann in Business-Kleidung vor neutralem Hintergrund

Christian Schmidt Foto: Elvis Barukcic/AFP

Tageblatt: Im Mai haben Sie Ihren Rücktritt für Juni angekündigt. Wissen Sie mittlerweile, wann Sie Ihren Posten als Chef des OHR-Amtes genau räumen werden?

Christian Schmidt: Wichtig wäre zu wissen, wer mein Nachfolger und neuer Repräsentant der internationalen Gemeinschaft wird. Aber darüber gibt es noch keine Klarheit. Insofern übe ich meinen Job derzeit genauso aus wie ein Pilot beim Anflug auf den Flughafen in Sarajevo – unter Sichtflugbedingungen.

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