Streit um Präsidentschaftswahl

Coronavirus stürzt Polen ins Politchaos

In knapp zwei Wochen soll in Polen ein neuer Staatspräsident gewählt werden, doch nicht nur wegen der Corona-Krise kommt der Wahlkampf kaum vom Fleck. Immer mehr Polen geben im Gespräch an, verwirrt zu sein und deshalb wohl gar nicht wählen zu gehen.

Präsident Andrzej Duda will für die Wahl am 10. Mai seinen bisherigen Vorteil nutzen

Präsident Andrzej Duda will für die Wahl am 10. Mai seinen bisherigen Vorteil nutzen Foto: Czarek Sokolowski/AP/dpa

Noch immer ist zum einen nicht klar, ob am 10. Mai überhaupt gewählt werden kann. Es gibt Boykottaufrufe für eine Wahl mitten in der Corona-Krise. Hinzu kommt der heftige und immer gereiztere Streit zwischen Regierung und Opposition. Politische Beobachter in Warschau sprechen bereits von der vermutlich größten politischen Krise in Polen seit dem Wendejahr 1989. Schuld daran ist neben Corona das gute Umfrageergebnis des regierungsnahen und in der Opposition desto mehr verhassten Amtsinhabers Andrzej Duda. 

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Demonstration in Belgrad

Serbiens autoritär gestrickter Präsident Vucic gerät zunehmend unter Druck

Bundespolizei schlägt Alarm

„Beamte stehen mit Eimern unter tropfenden Decken“