Antarktis
China und Russland überholen die USA im Rennen um den Einfluss am Südpol
China plant eine sechste Forschungsstation, Russland modernisiert alte Stützpunkte – und die USA ziehen sich spürbar zurück: Die Antarktis wird zum Schauplatz eines geopolitischen Machtwechsels, der weit über den Kontinent hinausreicht.
Die beiden chinesischen Eisbrecher Xuelong 2 (vorne) und Xuelong sind in den antarktischen Gewässern unterwegs: Auch am Südpol besetzt das Pekinger Regime zusehends Terrain. Foto: imago images/Xinhua
Seit über sechs Jahrzehnten gilt die Antarktis als Ort des Friedens und der Wissenschaft – festgeschrieben im Antarktisvertrag von 1959, einem der erfolgreichsten internationalen Abkommen überhaupt. Für die unterzeichnenden Staaten ist wissenschaftliche Präsenz jedoch weit mehr als reine Forschung: Sie ist Währung und Einfluss zugleich.