Spanien

Ceuta fordert Abschiebegefängnisse

Fast zwei Wochen nach dem großen Grenzsturm leben in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta noch Tausende Menschen ohne feste Unterkunft – an Stränden, auf der Straße oder in improvisierten Lagern.

Die Nichtregierungsorganisation Luna Blanca versorgt in Ceuta die verbliebenen irregulären Migranten mit Mahlzeiten

Die Nichtregierungsorganisation Luna Blanca versorgt in Ceuta die verbliebenen irregulären Migranten mit Mahlzeiten Foto: Antonio Sempere/AFP

Am Strand El Trampolín stehen Zelte zwischen den Felsen. Andere Migranten haben sich aus Planen und Brettern notdürftige Hütten gebaut. Niemand weiß genau, wie viele Migranten sich noch in Ceuta befinden. Schätzungen gehen von 8.000 bis 11.000 aus – in einer Stadt mit 84.000 Einwohnern.

Ceutas konservativer Bürgermeister Juan Jesús Vivas sagt, so könne es nicht weitergehen. Nach einem Treffen mit Spaniens Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, forderte er die Regierung in Madrid auf, möglichst schnell ein großes geschlossenes Internierungs- und Abschiebezentrum für Ausländer einzurichten, ein sogenanntes „Centro de Internamiento de Extranjeros (CIE)“. Dort sollen irreguläre Migranten untergebracht werden und das Zentrum nicht verlassen dürfen, bis über ihre Rückführung entschieden ist.

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