Slowenien übernimmt EU-Vorsitz
Burgfrieden mit einem Unruhestifter
Portugal geht, Slowenien kommt: Am 1. Juli übernimmt das kleine Balkanland den halbjährlich wechselnden EU-Vorsitz. Was normalerweise eine Pflichtübung ist, wird in Brüssel diesmal mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Denn Sloweniens Regierungschef Janez Jansa gilt als unberechenbarer Politiker, der die EU-Agenda durcheinander wirbeln und für Ärger sorgen könnte.
Sloweniens Regierungschef Janez Jansa gilt als unberechenbarer Politiker Foto: AFP/Johanna Geron
Dabei lassen die Prioritäten, die sich die slowenische Regierung für die nächsten sechs Monate gesetzt hat, keinen Bruch erkennen. Klimaschutz, Wiederaufbau und Rechtsstaat: Die großen Themen weichen keinen Millimeter von der offiziellen Brüsseler Agenda ab. Schon am 14. Juli steht mit dem „Fit for 55“-Klimapaket der EU-Kommission ein dicker Brocken auf dem Programm.