Nach den Bränden
Australien sucht neuen Umgang mit dem Feuer – und besinnt sich auf seine indigenen Wurzeln
Um die Jahreswende wüteten in Australien Hunderte Feuer zur gleichen Zeit. Die Brände hinterließen tiefe Narben in der Landschaft und in der australischen Psyche. Ein halbes Jahr nach den Bränden ringt das Land um einen neuen Umgang mit dem Feuer und besinnt sich dabei auf seine indigenen Wurzeln.
Das Land soll den „Zeitplan bestimmen“: Erste indigene Brandpraktiken finden bereits Anwendung Foto: Barbara Barkhausen
Australiens Natur ist an Feuer gewöhnt: Viele Eukalyptus- und Grasbäume benötigen sogar die Hitze eines Feuers, damit sie ihre Samen freisetzen können. Doch die Buschfeuer, die das Land im vergangenen Sommer auf der Südhalbkugel erlebte, waren ungewöhnlich heftig: Eine anhaltende Dürre gepaart mit heißen Temperaturen und starken Winden fachten Hunderte Feuer über ganz Australien verteilt an.