Vorsichtsmaßnahme
Aus Luxemburg gelieferte Masken sollen in Belgien vorläufig nicht mehr verteilt werden
In Belgien ist die Affäre um 15 Millionen Alltagsmasken, die eine luxemburgische Firma geliefert hat, in eine weitere Eskalationsstufe getreten: Die in Vietnam hergestellten Masken sollen nicht mehr in Apotheken an die Bürger abgegeben werden.
Auf der Webseite von Avrox wird die Ungefährlichkeit der in Vietnam hergestellten Masken vom Typ „M-VTX-A1“ ausdrücklich versichert Foto: Screenshot
Am Mittwoch war zunächst bekannt geworden, dass die Masken vom Gesundheitsinstitut Sciensano als potenziell gesundheitsschädlich angesehen werden, weil sie Silber und Titandioxid enthalten, die einerseits schimmelhemmend wirken und den Stoff bleichen (das Tageblatt berichtete). Die ohnehin umstrittenen Stoffe liegen aber ausgerechnet als Nanopartikel vor, die im Verdacht stehen, tief in die Lunge eindringen zu können. Nicht nur für Träger, die ohnehin möglicherweise Lungenprobleme haben, könnte das gefährlich sein.