Forschung
Atomwaffenstaaten stärken ihre Arsenale
Russlands Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehende Rhetorik haben Ängste vor dem Einsatz von Atomwaffen ausgelöst. Führende Friedensforscher verzeichnen eine Trendwende bei der Zahl an einsatzbereiten Atomsprengköpfen. Dabei gerät China in den Blick.
Die Zahl der einsatzfähigen Atomwaffen hat begonnen zu steigen – insbesondere China gerät in den Blick Foto: Xia Yifang/XinHua/dpa
Die Atommächte der Erde investieren angesichts des Ukraine-Kriegs und der insgesamt verschlechterten Sicherheitslage auf der Welt in eine Modernisierung ihrer nuklearen Arsenale. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Zwar ging der Gesamtbestand der nuklearen Sprengköpfe demnach von Anfang 2022 bis Anfang 2023 um knapp 200 auf schätzungsweise 12.512 weiter zurück. Dafür habe die Zahl der einsatzfähigen Atomwaffen zu steigen begonnen. Dabei gerät insbesondere China in den Blick: In der Volksrepublik finde eine signifikante Modernisierung und Erweiterung ihres Atomwaffenarsenals statt, schreiben die Friedensforscher.