Iran

Armeesprecher: Armee ist „stärker“ als zu Beginn des Kriegs

Das iranische Militär ist laut eigenen Angaben besser aufgestellt, als das noch im Februar der Fall war. Der Auftritt ist auch eine Kampfansage an Trump.

Demonstranten verbrennen vor der ehemaligen US-Botschaft in Teheran eine US-Flagge während der jährlichen Kundgebung zum Gedenken an die Besetzung der US-Botschaft im Jahr 1979

Demonstranten verbrennen vor der ehemaligen US-Botschaft in Teheran eine US-Flagge während der jährlichen Kundgebung zum Gedenken an die Besetzung der US-Botschaft im Jahr 1979 Vahid Salemi/AP/dpa

Gut acht Monate nach Beginn des Iran-Kriegs ist die iranische Armee nach eigenen Angaben stärker als zuvor. Durch die „Erfahrungen aus der direkten Konfrontation mit den USA und dem israelischen Regime“ seien die Streitkräfte heute „in höherer Alarmbereitschaft und stärker als zu Beginn des Krieges“, sagte Armeesprecher Mohammad Akraminia laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna am Samstag.

Die Armee habe nun „mehr Motivation, Engagement und Selbstvertrauen“, betonte der Sprecher. Unter dem Befehl des Obersten Führers Modschtaba Chamenei werde ihre Reaktion auf mögliche neue Angriffe „unverzüglich, wirksam und ohne geografische Begrenzung erfolgen“.

Der Armeesprecher betonte, Teheran habe weiterhin die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus. Diese bleibe geschlossen, bis die USA den Forderungen des Iran nachkämen.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hat Teheran die für den weltweiten Handel mit Öl und Gas wichtige Meerenge weitgehend blockiert. Durch die für den weltweiten Ölhandel wichtige Wasserstraße wird normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert. Der Iran greift dort regelmäßig Schiffe an, denen er eine Durchfahrt ohne seine Genehmigung vorwirft.

Ein Ende des Krieges zeichnet sich weiterhin nicht ab. Zwar führten die Kriegsparteien nach Angaben Teherans zuletzt wieder indirekte Verhandlungen über die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan. Ergebnisse der Gespräche wurden aber nicht bekannt.

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