Mediendebatte
Annalena Baerbock als Prophet: Durch ihre fade Werbekampagne entblößt die INSM eigene Ängste
Eine Werbe-Initiative der INSM gegen die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock hat vergangene Woche in Deutschland für heftige Reaktionen gesorgt. Mehrere Medien, darunter „Die Zeit“ und die „Frankfurter Rundschau“, sprachen von „antisemitischen Ressentiments“, die sich hinter der Werbung versteckten. Ganz widerspruchsfrei sind jedoch weder die INSM-Anzeige noch die kritischen Reaktionen. Die Werbung lässt noch einen ganzen anderen Schluss zu – und zwar auf Grundlage einer genauen Bildanalyse.
Mit zwei „Verbotstafeln“ im Arm und in altertümlichem Gewand stellt die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ Annalena Baerbock in ihrer Werbeanzeige dar Collage: INSM
Die zwei dicht beschriebenen Steintafeln hat sie sich unter die Achseln geklemmt wie Obelix, der nach erfolgreicher Jagd das erlegte Wildschwein-Paar in sein gallisches Heimatdorf schleppt. Dazu trägt sie – Achtung: Farbsymbolik – eine altertümlich wirkende Leinentunika in Olivgrün: So hat die wirtschaftsliberale Lobbyorganisation „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock jüngst in einer gegen die Grünen-Politikerin gerichteten Anzeigenkampagne dargestellt. Neben der Collage prangt der Schriftzug: „Annalena und die 10 Verbote. Grüne Verbote führen uns nicht ins Gelobte Land“.