Ukraine-Krieg

Am Rande der Eskalation: Osteuropäer machen bei Waffenlieferungen und EU-Beitritt Druck

Im Morgengrauen gab es am Dienstag noch Meldungen von russischen Raketenangriffen auf Kiew. Wenig später kam die Nachricht, dass drei osteuropäische Regierungschefs als Zeichen der Solidarität nach Kiew reisen wollen.

V.l.: Petr Fiala, Premierminister von Tschechien, Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, und Janez Jansa, Ministerpräsident von Slowenien, reisten gestern überraschend nach Kiew

V.l.: Petr Fiala, Premierminister von Tschechien, Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, und Janez Jansa, Ministerpräsident von Slowenien, reisten gestern überraschend nach Kiew Foto: AP/PAP/STA/dpa

Wirklich abgestimmt sei dies nicht gewesen, hieß es bei EU-Diplomaten in mehreren Hauptstädten. Die Initiative der Ministerpräsidenten von Polen, Tschechien und Slowenien folgt einer Reihe von Vorstößen osteuropäischer EU-Länder, in dem Konflikt mehr Druck zu machen. Dazu gehören eine Selbsteinladung des polnischen Präsidenten ins deutsche Kanzleramt am 23. Februar oder die Debatte um die Lieferung polnischer Mig-29-Flugzeuge an die Ukraine. Die Frage sei, ob der Trip die Bedingungen für Verhandlungen mit den Russen gefährde oder verbessere, sagte ein EU-Vertreter. „Das bleibt abzuwarten, es ist eine dünne Linie.“

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