Nach Vermittlung
Äthiopien stellt Einigung in Staudamm-Streit mit Sudan und Ägypten infrage
Im Streit der Nil-Anrainer um einen gigantischen Staudamm hat Äthiopien eine von Ägypten verkündete Einigung infrage gestellt und angekündigt, innerhalb von zwei Wochen mit der Flutung des im Grenzgebiet gelegenen Stausees zu beginnen.
Ein Satellitenbild, das am 28. Mai 2020 aufgenommen wurde, zeigt den Staudamm am Blauen Nil Foto: dpa/AP/Maxar Technologies
Einen angeblich vereinbarten Aufschub der Flutung erwähnte die äthiopische Regierung in ihrer Mitteilung am Samstag nicht. Sudan und Ägypten, das zu 97 Prozent von Nilwasser abhängt, fürchten um ihre Wasserversorgung.