Wintersport

Acht Tote durch mehrere Lawinen in Österreich

In den Alpen ist die Lawinengefahr nach starken Schneefällen derzeit sehr hoch, innerhalb von einer Woche starben bereits 17 Wintersportler.

Auf diesem am 17. Januar 2026 von der Salzburger Bergrettung zur Verfügung gestellten Handout-Foto ist der Ort eines Lawinenabgangs nahe Bad Hofgastein in Österreich zu sehen.

Bei zwei Lawinenabgängen in den österreichischen Alpen kamen am 17. Januar 2026 fünf Menschen ums Leben, berichtete der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF.

Das Foto der Salzburger Bergrettung zeigt den Ort eines Lawinenabgangs nahe Bad Hofgastein Foto: AFP/APA/Bergrettung Salzburg

Bei mehreren Lawinenabgängen in Österreich sind acht Menschen ums Leben gekommen. In den Alpen ist die Lawinengefahr nach starken Schneefällen derzeit sehr hoch, innerhalb von einer Woche starben bereits 17 Wintersportler.

Eine Sprecherin der österreichischen Bergrettung warnte am Sonntag nochmals vor der brisanten Lawinenlage: Im hochalpinen Gelände sei der Schnee sehr ungleich verteilt. Es gelte derzeit Lawinenwarnstufe drei auf der fünfstufigen Skala. Bei dieser Warnstufe passierten viele Unglücke.

Bei einer Lawine im Murtal in der Steiermark seien insgesamt sieben Menschen verschüttet worden, erklärte die Polizei am Samstagabend. Einsatzkräfte konnten die tschechischen Skitourengänger orten und ausgraben, bei drei von ihnen konnte aber nur noch der Tod festgestellt werden.

Zuvor waren aus dem Salzburger Pongau zwei tödliche Lawinen gemeldet worden. Das erste Schneebrett löste sich am Samstagmittag in Bad Hofgastein. Wie die Bergrettung im Bundesland Salzburg mitteilte, wurde dabei im Bereich „Schmugglerscharte“ eine Skitourengeherin abseits der Pisten verschüttet. Ihr Ehemann alarmierte die Bergrettung, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos.

Nur eineinhalb Stunden später löste sich im Pongau eine weitere Lawine, die vier Skitourengeher tötete. Das Schneebrett im Bereich Finsterkopf im Großarltal riss laut der Salzburger Bergrettung insgesamt sieben Wintersportler mit sich. Einer überstand das Unglück unverletzt, zudem gab es einen Schwerverletzten und einen Leichtverletzten.

Ernste Lage in den Alpen

„Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen – leider mit tödlichem Ausgang“, erklärte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. „Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist.“ Am Samstagmittag lösten Wintersportler im Pongau demnach noch weitere Lawinen aus, Verletzte gab es bei diesen Abgängen aber nicht.

Am Freitag war in der Schweiz bei einer Lawine am Berg Piz Badus in Tujetsch ein Mann aus Deutschland ums Leben gekommen. Insgesamt waren sieben Mitglieder einer Skitouren-Truppe von den Schneemassen erfasst worden. Vier von ihnen erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.

Bei den weiteren Lawinen-Todesopfern der vergangenen Tage handelte es sich um einen 13-jährigen Tschechen im österreichischen Bad Gastein und eine 58-Jährige in Weerberg im österreichischen Bundesland Tirol. Zudem starben sechs Menschen durch Lawinen an verschiedenen Orten der französischen Alpen.

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