High-Tech
3D-Scanner aus Luxemburg sollen in der Ukraine Kriegsverbrechen dokumentieren
Luxemburg schickt 30 3D-Scanner in die Ukraine. Sie sollen dabei helfen, Kriegsverbrechen aufzuklären. Hightech-Produkte einer luxemburgischen Firma machen sich so auf eine düstere, aber wichtige Mission.
„Wir brauchen genau das“: Artec3D-Chef Artem Yukhin, die ukrainische Juristin und Forensikerin Nataliia Nestor und Verteidigungsminister François Bausch in Diekirch Foto: Editpress/Alain Rischard
Nur ganz langsam hebt der Gabelstapler metallisch surrend seine Ladung in den bereits halbvollen Lastwagen auf dem Härebierg. Die Behutsamkeit, mit der der Fahrer vorgeht, hat einen guten Grund. Es ist Donnerstagmittag und in Diekirch wird gerade eine teure und empfindliche Fracht verladen. Der Lkw mitsamt dieser Fracht wird bald in die Ukraine aufbrechen. Was vom luxemburgischen Militär eingeladen wird, soll in dem größten Konflikt in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bald eine wichtige Rolle spielen. Es geht um die Aufklärung von Kriegsverbrechen. Es geht um Mord, Folter, Vergewaltigung und den gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur durch die russischen Truppen.