Antoine Deltour nimmt das Urteil aus 2. Instanz nicht hin, das hat der Luxleaks-Whistleblower am Mittwochabend während der Generalversammlung seines “comité de soutien” in Epinal mitgeteilt. Er habe lange über diesen Schritt nachgedacht, hat er den Kollegen von “Le Quotidien” berichtet. Er habe in der Urteilsbegründung des Berufungsgericht allerdings mehrere Elemente ausgemacht, die nicht den Fakten entsprechen würde, so Deltour.

Nachdem er in erster Instanz zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt wurde, hatte das Berufungsgericht am 15. März die Strafe auf sechs Monate auf Bewährung reduziert, die Geldstrafe blieb bei 1.500 Euro.

“Ich weiss, dass es ein langwieriger Prozess wird, allerdings wird dieser meinen Alltag nicht weiter beeinflussen”, so Deltour, der zu seiner Zeit bei PwC, gemeinsam mit seinem Arbeitskollegen Raphael Halet geheime Daten gestohlen hatte und sie an den Journalisten Edouard Perrin weitergab. Dabei ging es vor allem um die sogenannten “Tax-Rulings”.

Laut “Le Quotidien wolle sich Halet bis zum 15. April entscheiden ob auch er vor den Kassationshof ziehen wird.

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