Fußball
Warum Progrès und Düdelingen keine UEFA-Lizenz in erster Instanz erhalten haben
Es sind alarmierende Zeiten für die höchste Luxemburger Spielklasse: Wie die FLF am Freitagmorgen mitteilte, haben nur neun der 16 Vereine aus der BGL Ligue die UEFA-Lizenz in erster Instanz erhalten. Hesperingen, Fola und Rodange verzichteten gar komplett darauf, eine internationale Lizenz zu beantragen. Niederkorn, Düdelingen, Hostert und Bettemburg bleiben derweil sieben Tage Zeit, um in Berufung zu gehen – andernfalls ist eine Teilnahme an der Conference League ausgeschlossen.
Der Progrès Niederkorn muss schnellstens außersportliche Dossiers in Ordnung bringen, ansonsten droht trotz möglicher Qualifikation ein Sommer ohne Europapokal Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Unvergessen ist die Bombe, die im vergangenen Mai platzte: Swift Hesperingen hatte damals auch in zweiter Instanz keine UEFA-Lizenz erhalten und musste – zum ersten Mal in der nationalen Geschichte – auf ein Europapokal-Ticket verzichten. Zu den nicht erfüllten Bedingungen zählten damals die verspäteten Lohnauszahlungen der Angestellten (Kriterium F.04.1 A) und verspätete Einzahlungen an die Krankenkassen und die Steuerbehörde (F.04.02 A). Dass es in diesem Jahr nicht anders sein würde, stand schon seit mehreren Wochen fest. Der Vorstadtklub hatte zum Stichdatum des 31. März erst gar keinen Dokumentkatalog eingereicht.