Budget 2026

Professionalisierung wird vorangetrieben – aber nur 0,29 Prozent für den Sport

15,7 Millionen mehr für den Sport, aber immer noch weit von dem einen Prozent weg, den das Nationale Olympische Komitee zuletzt gefordert hatte. Vor allem die Professionalisierung soll im nationalen Sport aber weiter vorangetrieben werden. 

0,29 Prozent des Gesamt-Staatshaushaltes fließen in den Sport

0,29 Prozent des Gesamt-Staatshaushaltes fließen in den Sport Fotos: Editpress/Julien Garroy; Alain Rischard

„Sport verbindet und kaum etwas bewegt eine Gesellschaft so sehr wie der Sport“ – „Sport stärkt den Zusammenhalt, den Mannschaftsgeist quer durch unsere Gesellschaft“. Es sind zwei Sätze, mit denen Finanzminister Gilles Roth am Mittwoch bei der Vorstellung des Staatshaushaltes für das Jahr 2026 den Stellenwert des Sports in unserer Gesellschaft unterstrich. Im kommenden Jahr steigt das Budget somit dann auch von 71,7 auf 87,4 Millionen Euro. Damit fließen aber weiterhin gerade einmal 0,29 Prozent des Gesamt-Staatshaushaltes in die Kassen des Sportministeriums – eine Steigerung von 0,5 Prozent zum vorherigen Zeitraum. Das eine Prozent, das vom Nationalen Olympischen Komitee im Frühling bei der Vorstellung seines „Concept intégré 2.0“ gefordert wurde, liegt somit aber noch immer in weiter Ferne. 

0,29 Prozent vom Staatshaushalt sollen 2026 in den Sport fließen

Großes Thema im nationalen Sport mit seinen 1.287 Vereinen und 140.000 lizenzierten Athleten bleibt weiterhin die Professionalisierung, die von Sportminister Georges Mischo stark vorangetrieben wurde und in die bereits im letzten Staatshaushalt ordentlich investiert wurde. Allein 15 Millionen sind für das administrative Personal der Verbände und die Nationaltrainer vorgesehen, womit es in diesem Bereich eine weitere Erhöhung von 3,5 Millionen Euro gibt. Bis 2029 soll das Budget hier noch auf 17,1 Millionen steigen. 

Auch für die Vereine soll es in der Form des „Subside Qualité+“ noch mehr finanzielle Unterstützung geben. Für 2026 sind in diesem Bereich fünf Millionen Euro eingeplant, bis 2029 soll der Betrag noch um weitere drei Millionen erhöht werden. 

2025 kamen erstmals die Sportkoordinatoren im Budget vor, auf die inzwischen immer mehr Gemeinden setzen und an deren Gehältern sich auch der Staat beteiligt. Waren im letzten Staatshaushalt noch 1.045.000 Euro eingeplant, ist 2026 mit 2.714.874 Euro also mehr als das Doppelte vorgesehen. Der Betrag für die luxemburgische Anti-Doping-Agentur steigt um 429.800 Euro und liegt nun mit 1.175.000 Euro über einer Million, während die Förderung des Images Luxemburgs im Sport mit einer Million im Staatshaushalt festgehalten wird. 

Das von Georges Mischo Ende September vorgestellte Gesetzesprojekt, das die Beschäftigung im Sportsektor fördern soll („Initiative pour la promotion de l’emploi dans le secteur du sport“), kommt im Staatshaushalt 2026 noch nicht zum Tragen, für 2027 sind allerdings bereits fast zwei Millionen Euro notiert. 

Auch das Sportmuseum, das bekanntlich nach Esch kommen soll, fand in der Rede von Gilles Roth am Mittwoch seinen Platz. Hierfür hat der Staat insgesamt 28 Millionen Euro eingeplant. 

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