Radsport

Jungels hat Angebote zwei anderer Teams vorliegen

Der luxemburgische Radprofi Bob Jungels hat zwei konkrete Angebote von anderen Mannschaften vorliegen. Der Vertrag mit seiner aktuellen Mannschaft Deceuninck-Quick Step läuft am Ende dieser Saison aus. 

Noch ist unklar, ob Bob Jungels im nächsten Jahr weiter die Farben von Deceuninck-Quick Step tragen wird

Noch ist unklar, ob Bob Jungels im nächsten Jahr weiter die Farben von Deceuninck-Quick Step tragen wird Foto: Tageblatt-Archiv/Jeff Lahr

Der Vertragspoker von Bob Jungels geht in die nächste Runde: Nachdem sich der Teammanager der belgischen Mannschaft Deceuninck-Quick Step, Patrick Lefevere, in der vergangenen Woche mit pikanten Aussagen Richtung Jungels äußerte („Ich werde meine Hose nicht herunterlassen“), gab der Belgier bekannt, dass Jungels zwei konkrete Angebote anderer Mannschaften vorliegen habe. Das verriet er der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad. Aktuell befindet sich die Mannschaft im Trainingslager in Italien, wo es zwischen dem Luxemburger und dem Belgier „gute Gespräche gegeben hat“, so Lefevere. 

„Wir haben von Mann zu Mann gesprochen und nicht mit seinem Agenten Gerry McQuaid. Das funktioniert normalerweise viel besser“, sagte Lefevere. „Bob hat Angebote von zwei anderen Teams, bei denen er offenbar mehr verdienen kann als bei uns.“ Welche Teams dem luxemburgischen Sportler des Jahres 2018 Angebote unterbreitet haben, verriet er nicht. Die Online-Seite cyclingnews.com spekulierte darüber, dass Jungels in der nächsten Saison ein Helfer von Chris Froome werden könnte, der zu Israel Start-Up Nation wechseln wird. Jungels könnte demnach dem Briten bei den Grand Tours helfen, selbst könnte der Luxemburger aber auch zum Kapitän der israelischen Formation bei den Klassikern avancieren. Mit dem deutschen Nils Politt hat das Team aktuell einen Klassikerspezialisten im Kader – der Vertrag des 26-Jährigen läuft aber am Ende dieser Saison aus und wurde noch nicht verlängert.

„Bob Jungels ist geduldig, er will mit seiner Entscheidung bis nach der Tour warten und wird die Mannschaft nicht wechseln, weil er anderswo 500 Euro mehr verdienen kann“, ergänzt Lefevere. Der Chef des „Wolfpacks“ verstehe, dass Jungels das Interesse von Mannschaften auf sich ziehe. „Letztes Jahr war er der beste Fahrer bei den flämischen Rennen im Frühling, vor zwei Jahren gewann er Lüttich-Bastogne-Lüttich, außerdem wurde er Sechster beim Giro und Elfter bei der Tour. Er kann so gut wie alle Rennen fahren – in einem solchen Ausmaß, dass er manchmal Opfer seiner eigenen Polyvalenz ist.“ 

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Radsport

Kurz vor Ziel gestoppt: Van Aert bei Flandern-Test düpiert

Neuer Lebensabschnitt

Kunstturner Ronan Foley und Joy Palermo kombinieren Studien und Sport im Ausland