Leichtathletik

Heimkehr mit Ansage: James Dunn geht als großer Sieger beim Cross-Lauf in Rodange hervor

Zum Auftakt der Cross-Saison gingen am Sonntag in Rodange 542 Athleten an den Start. Der erste Lauf, organisiert vom Fusionsverein RBUAP, lockte zahlreiche Teilnehmer auf die Strecke und endete mit klaren Siegen für James Dunn und Liz Weiler im Hauptrennen.

James Dunn ließ seinen Worten Taten folgen

James Dunn ließ seinen Worten Taten folgen Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Gleich nach seinem Husarenritt beim ING-Marathon hatte Überraschungssieger James Dunn angekündigt, in diesem Jahr auch die Cross-Saison in Angriff zu nehmen – und er ließ sogleich Taten sprechen. Der 30-jährige gebürtige Schotte mit britischem und luxemburgischem Pass ging schon in den Jugendkategorien für den CSL an den Start und feierte bei seinem Cross-Comeback in Luxemburg einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. Nach zwölf Jahren in Schottland hatte Dunn seinen Lebensmittelpunkt wieder ins Großherzogtum verlagert und hat nun große Ziele vor Augen: „Ich mache die gesamte Cross-Saison, eventuell auch noch Rennen im Ausland, da ich mich für die Cross-EM qualifizieren möchte. Das Hauptziel ist es aber, eine gute Cross-Saison in Luxemburg abzuliefern und womöglich die nationale Meisterschaft zu gewinnen.“

Schon auf den ersten Metern distanzierte der CSL-Athlet am Sonntag die Konkurrenz und lief ein einsames, aber konstantes Rennen an der Spitze. „Ich weiß, dass ich momentan gut in Form bin, aber wichtiger als der Sieg war es, einen guten Rhythmus abzuspulen, ohne unterwegs das Tempo herauszunehmen, um mich zu testen, wenn die gesamte Konkurrenz dabei ist“, so Dunn, der sich in den vergangenen Jahren den Feinschliff bei den hart umkämpften Cross-Läufen in Schottland geholt hatte.

Perfekter Familientag

Die Geländeläufe möchte der 30-Jährige auch als Vorbereitung für die kommende Straßensaison mitnehmen und visiert besonders den London-Marathon an. Die nationale Konkurrenz muss sich wohl auf einen neuen Big Player einstellen, so wie es auch Max Lallemang am Sonntag erlebte. „Ich hatte versucht, mit einer gewissen Distanz mitzuhalten, aber nach der ersten großen Runde habe ich gesehen, dass er deutlich stärker war und den Abstand stetig vergrößerte. Ab Halbzeit wusste ich, dass ich ihn nicht mehr einholen könnte“, erklärte der Fola-Athlet, der sich anschließend damit begnügte, sein Tempo ohne weiteren Druck abzuspulen, da von hinten keine Gefahr mehr drohte. Der Cross-Meister von 2020 hat natürlich auch in diesem Winter die nationale Meisterschaft im Visier, ist sich aber aufgrund der großen Dichte an der Spitze bewusst, dass eine Platzierung unter den Top fünf als Erfolg zu werten sei. Auf Platz drei kam Toni Veigas (CAB), der am Vortag noch den Red Rock Trail über 29 Kilometer souverän gewonnen hatte.

Liz Weiler setzte sich mit mehr als zwei Minuten Vorsprung durch

Liz Weiler setzte sich mit mehr als zwei Minuten Vorsprung durch Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Bei den Damen feierte Liz Weiler einen ebenso ungefährdeten Sieg. „Es war ein guter Start in die Cross-Saison. Nachdem es bei der Route du Vin und in Walferdingen nicht so gut gelaufen war, habe ich mich nun richtig gut gefühlt und es war gut, dass ich zusammen mit einigen Männern eine gute Gruppe bilden konnte“, erklärte die zufriedene Düdelingerin, die sich lange in der ersten großen Verfolgergruppe mit drei männlichen Kollegen aufhalten konnte. Zweitplatzierte wurde mit der Britin Sophie Collins (CSL) übrigens die Ehefrau von James Dunn – und machte den Tag aus Familiensicht perfekt.

Ergebnisse

Herren (8.060 m): 1. James Dunn (CSL) 27:59, 2. Max Lallemang (Fola) 29:22, 3. Toni Veigas (CAB) 31:11, 4. Nelson Silva Cabral (CAB) 31:48, 5. Mathieu Adoux (CAD) 33:07

Damen (8.060 m): 1. Liz Weiler (CAD) 33:46, 2. Sophie Collins (CSL) 35:59, 3. Brenda Gilson (CAD) 37:42, 4. Lisa Houot (RBUAP) 38:28, 5. Maeva Baum (Fola) 38:49

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