Handball
Europapokal-Festspiele in Düdelingen: HBD steht nach Kantersieg im 1/16-Finale
Was für eine Leistung des HB Düdelingen. Mit zwei beeindruckenden Siegen und einer Gesamt-Tordifferenz von 86:61 hat sich der HBD gegen den kosovarischen Meister KH Rahoveci souverän für das 1/16-Finale des EHF European Cup qualifiziert. Nach dem bereits klaren 41:34-Hinspielsieg am Freitag, lieferten die Düdelinger am Samstag im Rückspiel mit 45:27 nochmal eine wahre Galavorstellung ab. Das Ergebnis ist auch ein gutes Omen für die Red Boys.
Der HBD um Ojié Etute ließ dem kosovarischen Meister keine Chance Foto: Editpress/Fernand Konnen
„Wir haben jetzt erst die Hälfte geschafft, im Rückspiel müssen wir noch einmal Gas geben.“ Das waren die Worte von Itua Etute, nachdem sich der HBD am Freitag gegen den kosovarischen Meister der letzten beiden Jahre klar mit 41:34 behauptet hatte. „Gas geben“, taten er und seine Teamkollegen dann auch noch einmal im zweiten Aufeinandertreffen, das 24 Stunden nach dem Hinspiel ebenfalls in Düdelingen stattfand. Der HBD überrollte den Gegner regelrecht.
Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase und einer knappen 7:6-Führung in der 12. Minute, drehten die Hausherren so richtig auf. Labonté (2), Zekan (3), Neuberg (2), Köller (2) und I. Etute (1) erzielten in der Folge einen furiosen 10:2-Lauf zur 17:8-Führung und nahmen damit endgültig Kurs auf das 1/16-Finale. Am Weiterkommen des HB Düdelingen zweifelte mittlerweile niemand mehr – auch weil die Spieler von Trainer Dusko Bilanovic weiter aufs Tempo drückten. Rahoveci fand kaum noch Antworten – und musste zusehen, wie die Hausherren den Vorsprung Tor um Tor ausbauten. Kurz vor Schluss führte Düdelingen mit ganzen 20 Toren Unterschied (45:25) ! Am Ende setzten sie sich souverän mit 45:27 durch – es ist einer der deutlichsten Siege eines luxemburgischen Vereins in der Europapokal-Historie.
Gutes Omen für die Red Boys
Der dominante Sieg des HBD ist auch ein gutes Omen für die Red Boys. Denn der luxemburgischen Meister spielt am kommenden Wochenende zweimal auswärts gegen KH Kastrioti – den Erzrivalen von Rahoveci in Kosovo. Während Rahoveci in den letzten beiden Jahren Meister wurde, holte Kastrioti zweimal den Pokal. Beide Mannschaften trafen zuletzt im Supercup aufeinander – der Gegner des HBD ging als Sieger vom Platz. Die Red Boys dürfen sich damit ebenfalls Hoffnungen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale des European Cup machen.
Mit Berchem kämpft am kommenden Wochenende eine dritte luxemburgische Mannschaft, um den Einzug in die dritte Runde. Die Roeserbanner empfangen die britische Mannschaft Oxford University zu einem Doppelduell vor heimischem Publikum.
Statistik
HBD: Herrmann (14 Paraden), Lallemang (5 P.), Hensen (4 P.) – Rebimbas 1, F. Hippert, Köller 4, Ilic 5, Zekan 5/1, Labonté 6, Schlesser 2, I. Etute 9, O. Etute 6, Goergen 1, Y. Hippert 1, Steffen 2, Neuberg 3
Rahoveci: A. Luzha (8 P.), F. Shabani (1 P.), Curri – Kadiri 7/1, Zherka 6/2, Salihu 5, L. Shabani Mushkolaj 1, Ramadani 1, Tafilaj 4, Dema, M. Luzha 3, Gjuka
Schiedsrichter: Heddid/Picot (beide F)
Zeitstrafen: HBD 5 – Rahoveci 2
Siebenmeter: HBD 1/2 – Rahoveci 3/8
Zwischenstände: 5’ 4:1, 10’ 7:5, 15’ 9:6, 20’ 14:7, 25’ 18:9, 30’ 23:12, 35’ 27:14, 40’ 31:17, 45’ 35:21, 50’ 38:24, 55’ 41:25
Zuschauer: 200 (offizielle Angabe)