Mo., 2. August 2021



  1. Aender T. /

    (erstmal: Danke für Ihre Meinung)
    Manchmal wird der Stolz eines Menschen auch angegriffen, weil dessen Meinung auf wackligen Argumenten steht, religösen Dogmen, Pseudo-Wissenschft oder einfach nur Emotionen aus schlechten Erfahrungen…man kommt also nicht drum herum, Menschen mit Meinungen zu verletzen, oder auch verletzt zu werden.
    Sich dann selbst in Frage zu stellen ist unausweichlich, „il n’y a que les idiots qui ne changent pas d’avis“. (Idiot im alltäglichen Sinn)
    Von Lehrern sollte man erwarten, daß sie stabil genug sind, um sich nicht von irrationalen Dogmen und Emotionen leiten zu lassen, wie unerhört die Meinung des Schülers auch ist…schließlich geht es in der Tat bei Erziehung nicht darum, Einheitsbrei zu produzieren, da sind wir uns eins, sondern Indivduen, die auch fähig sind, alteingessessene Dogmen und Tabus zu brechen, um das Kollektiv voran zu bringen, oder sie vielleicht zu bestätigen, wenn sie mal in Frage gestellt werden.
    Eine Meinung ist ein Teil der Individualität, einverstanden, nur, Konsens, auf nachweisbaren Fakten basierend, ist ein Teil der Stärke der Menschheit. Dem sollte sich ein Individuum auch unterwerfen können, und andere Fähigkeiten, manuelle oder kognitive, dem Kollektiv zur Verfügung stellen, um eine Aufgabe/ein Projekt voran zu bringen, ein Problem zu lösen.
    Nicht jeder ist ein großer Denker, und sogar wenn, dann nicht unbedingt ein großer Redner oder Schreiber. Dafür hat er vielleicht den grünen Daumen, oder geschickte Hände um kaputte Konsumartikel zu reparieren.
    Wie auch immer, niemand sollte der Meinung sein, daß er nicht gebraucht wird. Auch wenn er keine Meinung hat.
    (Fragen die ich mir diesbezüglich für eure Generation stelle sind:
    wie macht ihr das mit der Datenflut? Als ich so alt war wie ihr, gabe es eine Hand voll Tageszeitungen und Hei-Elei. Da war sovieles tabu, über Drogen wurde nichts berichtet, Schweigen über häusliche Gewalt, oder an Schulen, das Frauenbild war abscheulich…
    Und heute bekommt man so vieles an den Kopf geworfen, daß man mit dem Wegwischen vom Schirm doch nicht mehr fertig wird…aus allen Richtungen und in alle Richtungen gehend. Wir hatten Enziklopädien, Geschichtsbücher u.ä., und mussten uns stunden- oder tage- gar Monatelang in Materie eingraben…und schon vorher überhaupt Quellen suchen, weil nicht unbedingt alles vor Ort verfügbar war, zumindest nicht in jenen Ideolgisch angehauchten Bibliotheken, in denen Bücher über bestimmte Themen einfach nicht existierten..
    Wie trennt ihr Fake von Real, wissenschaflich Fundiertes von lobbyistisch eingefärbtem Infotainment?)

  2. Jean Muller /

    Und der Himmel war blau, die Vögelchen zwitscherten, das Wasser war klar und sauber, das Essen wuchs auf den Bäumen, und das Pardies roch …. irgendwie verdorben.

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