Rheinland-Pfalz
„Spitze des Eisbergs“: Beratungsstelle für Betroffene von Nazi-Gewalt ist viel gefragt
Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt nimmt auch in Rheinland-Pfalz zu. Eine Beratungsstelle hilft Betroffenen.
Der Leiter der mobilen Beratungsstelle m*power in Rheinland-Pfalz, Rolf Knieper, aufgenommen in seinem Büro. Opfer der rechtsextremen oder rassistischen Gewalt seien besonders häufig Migranten, politisch Andersdenkende, alternativ gekleidete Jugendliche, schwarze Deutsche, Wohnungslose sowie Schwule und Lesben Thomas Frey/dpa
Eine schwarze Deutsche wird beim Einkaufen von einem Fremden rassistisch beleidigt und angerempelt. Eine jüdische Mutter ist immer wieder antisemitischen Beschimpfungen aus ihrer Nachbarschaft ausgesetzt. Und ein alternativ-punkig gekleideter Mann wird nach einem Konzert von hinten von einem Unbekannten aus einer Gruppe niedergeschlagen und schwer verletzt, auch einer seiner Begleiter wird angegriffen. «88 - Ihr wisst Bescheid!», rufen die Täter ihren Opfern noch hinterher. 88 steht in der rechtsextremen Szene für die Buchstaben HH und für Heil Hitler. Solche Betroffenen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt unterstützt die mobile Beratungsstelle m*power in Rheinland-Pfalz.