Drogen

Ausgelacht: Dänemark verbietet den Verkauf von N2O an Jugendliche

Dänemarks Industrieminister Simon Kollerup will den Verkauf von Lachgas an Minderjährige verbieten. „Wir werden den zu einfachen Zugang zu Lachgas beenden und den Missbrauch von Gaskartuschen durch junge Leute verhindern“, erklärte der Minister am Dienstag in Kopenhagen.

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Da sein Vorstoß im dänischen Parlament fraktionsübergreifend unterstützt wird, gilt die Reform als sicher. Sie soll am 15. Mai in Kraft treten. Dänemark würde damit zum ersten Land in Europa mit einem Lachgas-Verbot für Kinder und Jugendliche. In Luxemburg ist die Substanz frei verkäuflich.

Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, wird schon lange als Schmerz- und Betäubungsmittel verwendet. Wegen seines euphorisierenden Effekts ist es aber auch als Droge beliebt. Erhältlich ist es unter anderem in Form von Gaskartuschen für Sahnesprühflaschen oder Ballons. In Dänemark sollen Erwachsene künftig nur noch zwei Kartuschen auf einmal kaufen können, um einem Missbrauch vorzubeugen. Lachgas wird in Szenekreisen verwendet, um die Wirkung von Ecstasy oder LSD zu beschleunigen. Experten warnen regelmäßig vor Mischkonsum beim Missbrauch psychoaktiver Substanzen.

Regelmäßiger Lachgas-Konsum kann das Nervensystem schädigen, Herz-Rhythmus-Störungen und Gedächtnisverlust verursachen kann. Laut einer Untersuchung hat in Dänemark jeder sechste Jugendliche oder junge Mann im Alter zwischen 15 und 25 Jahren schon einmal Lachgas probiert, bei den weiblichen Altersgenossen gilt dies für etwa jede zehnte. Seit 2016 wurden in dem skandinavischen Land drei Todesfälle im Zusammenhang mit Lachgaskonsum registriert.

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