Buchbesprechung
Konkurrenz unter Freunden: „Die Picasso-Bande der Pariser Avantgarde“ von Gertraude Clemenz-Kirsch
In ihrem Buch „Die Picasso-Bande der Pariser Avantgarde“ zeichnet Gertraude Clemenz-Kirsch die Lebenswege von Guillaume Apollinaire, Max Jacob und Jean Cocteau nach (C) Privat
Vor gut hundert Jahren schickte sich eine Gruppe junger Künstler im Pariser Stadtteil Montmartre an, die Welt Schlag auf Schlag zu verändern. Sie nannten sich „Bande à Picasso“ – Die Picasso-Bande – und Gertraude Clemenz-Kirsch nutzte diese Bezeichnung als Titel für ihr schönes Buch, das die Lebenswege von Guillaume Apollinaire, Max Jacob und Jean Cocteau nachzeichnet. Dass ein Kapitel über Pablo Picasso fehlt, hat zum einen damit zu tun, dass er von den Vieren bis heute der Namhafteste geblieben ist und man allenthalben über Picasso-Publikationen stolpert (gerade jetzt, zum fünfzigsten Todestag). Zum anderen ist in den drei Kapiteln über seine Freunde derart viel von ihm die Rede, dass man sich nicht darüber beklagen kann, er käme zu kurz in der Darstellung der Autorin.