Literatur aus Luxemburg
Jhemp Hoscheit spricht über Kindesmissbrauch, seinen Roman „Ouninumm“ und das Schweigen
Jhemp Hoscheit befasst sich in „Ouninumm“ mit Kindesmissbrauch und Inzest. Zwar schweigt der Autor sich zur Aktualität aus, doch verrät er, wie das Werk entstand und warum es ihm nähersteht als sein Erfolgsroman „Perl oder Pica“.
Nennt „Ouninumm“ sein persönlichstes Buch: der Autor Jhemp Hoscheit beim Gespräch mit dem Tageblatt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Jhemp Hoscheit erscheint mit einer Mappe zum Interview. Die Veröffentlichung seines Romans „Ouninumm“ (éditions guy binsfeld) liegt bereits ein Jahr zurück, los lässt ihn die Erzählung bis heute nicht. Es geht um Kindesmissbrauch, um Inzest. „Das Buch hat nichts mit dem Fall von Pädokriminalität in Luxemburg zu tun, der vor wenigen Monaten Wellen schlug“, stellt er sofort klar. Im Mai wurde bekannt, dass ein Luxemburger unter anderem wegen der Verbreitung pädokrimineller Inhalte zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Zu den betroffenen Minderjährigen zählt seine Tochter. „Das ist nicht meine Geschichte“, betont Hoscheit. Welche ist es denn dann?