EZB

Zinswende rückt in weite Ferne: Ultralockere Geldpolitik soll lange beibehalten werden

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Wirtschaft der Eurozone auch nach der akuten Krisenphase weiter mit einer sehr lockeren Geldpolitik stützen. Dies geht aus dem geldpolitischen Ausblick hervor, den die Euro-Wächter um Notenbankchefin Christine Lagarde am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung neu formulierten. 

Vor zwei Wochen hatte sich die EZB im Zuge eines Strategiechecks ein neues Inflationsziel gesetzt. Dieses lautet nun 2 Prozent, nachdem es zuvor „unter, aber nahe 2 Prozent“ gelautet hatte. Sparer müssen sich also auf eine noch länger anhaltende Zinsflaute einstellen.

Vor zwei Wochen hatte sich die EZB im Zuge eines Strategiechecks ein neues Inflationsziel gesetzt. Dieses lautet nun 2 Prozent, nachdem es zuvor „unter, aber nahe 2 Prozent“ gelautet hatte. Sparer müssen sich also auf eine noch länger anhaltende Zinsflaute einstellen. Foto: AFP/Daniel Roland

Die EZB wolle mit dem geänderten Ausblick ihr Bekenntnis unterstreichen, eine anhaltend konjunkturstützende Geldpolitik beizubehalten, um ihr Inflationsziel zu erreichen, erklärte die Notenbank. Sie will unter anderem nun ihre Leitzinsen so lange auf dem aktuellen oder einem noch tieferen Niveau halten, bis zu sehen ist, dass die Inflation 2 Prozent erreicht und dies dann erst einmal beständig so bleibt. Das könnte auch eine Übergangszeit von Inflationsraten über zwei Prozent beinhalten. Vor zwei Wochen hatte sich die EZB ein neues Inflationsziel von nunmehr 2 Prozent gesetzt. Zuvor hatte es: „unter, aber nahe 2 Prozent“ gelautet.

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